Return Path Zertifizierung: 5 Taktiken, um den Zertifizierungsstatus zu behalten

Autor Victoria Lund-Funkhouser 

Der zentrale Vorteil des Return Path Zertifizierungsprogramms ist es, dass Ihr E-Mail Programm durch die Aufnahme auf die Return Path Whitelist in mehr Posteingänge Ihrer Adressaten zugestellt wird, da Spam- und Volumenfilter von teilnehmenden Mailbox Providern wie Yahoo! und Microsoft umgangen werden. Nur hervorragende Versender werden auf die Return Path Whitelist aufgenommen, wenn sie die strikten Standards des Programms erfüllen – und dies nicht nur zum Zeitpunkt der Anmeldung; die der erfolgreichen Zertifizierung zugrundeliegenden Kennzahlen werden täglich geprüft und müssen stets unter vorgegebenen Schwellenwerten liegen, da sonst der Ausschluss von der Whitelist erfolgt.

Die im Folgenden näher beschriebenen Taktiken helfen, die Vorteile des Zertifizierungsprogramms langfristig auszuschöpfen und tragen dazu bei, Beschwerden niedrig zu halten, die Standards des Zertifizierungsprogramms einzuhalten und ganz generell die Performance aller E-Mail Marketingaktionen zu steigern.

Dies sind die 5 Taktiken im Überblick:

  • Sprechen Sie mit Ihren Abonnenten Klartext
  • Erfüllen Sie gesetzte Erwartungen und respektieren Sie die Wünsche Ihrer Abonnenten
  • Das gilt auch für die Versandfrequenz
  • Beurteilen Sie Cross-Promotion-Kampagnen immer aus Sicht Ihrer Abonnenten
  • Halten Sie sich an bewährte Best-Practice-Empfehlungen und -Richtlinien

Sprechen Sie mit Ihren Abonnenten Klartext

Damit Ihre Abonnenten mit Ihren E-Mails langfristig in Interaktion treten ist es von zentraler Bedeutung, dass Sie von Anfang an die richtigen Erwartungen setzen. Ihre Kunden und potenziellen Kunden werden sich mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit über eine E-Mail von Ihnen beschweren, wenn sie glauben, diese nicht abonniert zu haben. Die Wahrscheinlichkeit einer Beschwerde ist auch dann deutlich höher, wenn der E-Mail Inhalt verwirrt oder es sich um Inhalte handelt, die der Abonnent nicht erwartet hat.

Deshalb ist es so wichtig, beim Anmeldeprozess klar darzulegen,

  • wofür sich der Abonnent anmeldet, welche E-Mails er oder sie erhalten werden und von welchem Absender diese E-Mails verschickt werden.
  • Stützen Sie sich für die Einverständniserklärung auf Best Practice-Vorgaben und beachten Sie auch, dass sich diese von Land zu Land unterscheiden können.
  • Informieren Sie Ihre Nutzer auch darüber, welche Informationsangebote kostenlos verfügbar sind, bzw. wann Kosten anfallen. Abonnenten sind zu Recht enttäuscht wenn sie kostenlose Inhalte erwarten, nur um nach dem ersten Klick zum Kauf aufgefordert zu werden.

Erfüllen Sie gesetzte Erwartungen und respektieren Sie die Wünsche Ihrer Abonnenten

Legen Sie Wert auf die Qualität der Inhalte sowie auf deren Relevanz für Ihren Abonnenten. Inhalte sollten auf die Interessen, Wünsche und Anforderungen des Abonnenten abgestimmt sein. Bedenken Sie auch, dass sich diese Vorlieben über ein gewisses Zeitfenster ändern können.

Indem Sie diese Regel stets befolgen können Sie dazu beitragen, dass Ihr Abonnent langfristig Freude an Ihrer E-Mail-Kommunikation hat. Abonnenten, die das Gefühl haben keinen entsprechenden Gegenwert für die Abgabe ihrer Kontaktinformationen zu erhalten werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell wieder abmelden oder was für Ihre Versenderreputation noch schlechter wäre, eine Spam-Beschwerde senden.

Wertvolle Tipps:

  • Bieten Sie Ihren Abonnenten einen Preference Center an, über den sie die Art der E-Mails, für die sie sich anmelden möchten selbst auswählen können. Bewerben Sie den Preference Center über Ihre Webseite und stellen Sie sicher, dass jede Ihrer E-Mails im Footer einen Link zum Preference Center enthält.
  • Nutzen Sie die Profile Ihrer Abonnenten – z.B. im Zusammenhang mit den besuchten Seiten Ihres Web-Auftritts – um den Inhalt Ihrer Kommunikation noch relevanter zu gestalten.
  • Bitten Sie Ihre Abonnenten in regelmäßigen Abständen ihr Profil auf dem Preference Center zu aktualisieren. Auch dies trägt dazu bei, höchste Relevanz zu erzielen und hilft mögliche Beschwerdeauslöser zu eliminieren.
  • Verwenden Sie auch Feedback, das über Webforen, soziale Medien oder andere Plattformen eingeht, um eventuelle Probleme in Ihrem E-Mail-Programm zu identifizieren und beheben Sie diese kurzfristig.

Das gilt auch für die Versandfrequenz

Abonnenten sollten nur solche E-Mails erhalten, für die sie sich angemeldet haben und die sie erhalten wollen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Frequenz der Kommunikation eine maßgebliche Rolle.

Um die optimale Frequenz zu finden, hier ein paar Tipps:

  • Geben Sie Ihren Abonnenten Wahlmöglichkeiten und lassen Sie sie über das Preference Center selbst entscheiden, wie oft sie E-Mails von Ihnen erhalten möchten.
  • Reduzieren Sie das Zeitfenster, das Sie derzeit verwenden, um die Inaktivität eines Nutzers zu bewerten; sechs Monate ist für die allermeisten Geschäftsfelder bei weitem zu lang
  • Nutzen Sie vielfältige Engagement-Daten wie die geöffnete E-Mails, geklickte E-Mails oder Webaktivität, um die Aktivität bzw. Inaktivität eines Adressaten zu messen.

Beurteilen Sie Cross-Promotion-Kampagnen immer aus Sicht Ihrer Abonnenten

Wenn Ihr Unternehmen mehrere Marken führt und Sie zwischen den Marken Cross-Promotion-Kampagnen durchführen möchten ist es von zentraler Bedeutung, dass Sie Ihre Abonnenten darüber informieren, um welche Brands es sich dabei handelt, unter welchen Voraussetzungen der Abonnent Informationen über einen anderen Brand erhalten wird – und wie er sich vom Erhalt dieser Informationen abmelden kann.

Hier sind ein paar Tipps:

  • Senden Sie die Information von dem Brand, für den sich der Abonnent ursprünglich angemeldet hat.
  • Informieren Sie ihn, warum sie davon ausgehen, dass die Informationen über einen anderen Brand für Ihn von Interesse sind.
  • Warten Sie auf die Bestätigung des Abonnenten, bevor sie ihm eine E-Mail des zweiten Brands senden – nur so kann sichergestellt werden, dass tatsächlich die Einwilligung zum Erhalt von E-Mail-Kommunikation eines zweiten Brands aus Ihrem Haus vorliegt.
  • Denken Sie daran, dass Ihre Abonnenten vermutlich viele Werbemails erhalten. Deshalb ist es sinnvoll, den Footer der Nachricht zu nutzen, um nochmals zu bestätigen, warum der Abonnent diese E-Mail von Ihnen erhält.

Halten Sie sich an bewährte Best-Practice-Empfehlungen und -Richtlinien

In unserer täglichen Arbeit mit E-Marketern aus aller Welt zeigt sich immer wieder, dass man am Engagement der Adressaten ableiten kann, ob und ich welchem Maße der E-Marketer Best-Practice-Empfehlungen und –Richtlinien folgt – oder diese vernachlässigt. So sind es die E-Marketer, deren Abonnenten einen hohen positiven Engagement-Level aufzeigen, die in der Regel gängige Best Practices in ihrem E-Mail Marketing Programm verinnerlicht haben.

Auf dem neuen Return Path Education Center (http://education.returnpath.com) finden Sie ausführliche Informationen über bewährte Vorgehensweisen. Derzeit stehen diese Informationen online nur auf Englisch zur Verfügung. Um eine deutsche Fassung zu erhalten senden Sie bitte eine E-Mail an rpinfo-germany@returnpath.com.

Author Image

About Victoria Lund-Funkhouser

Author Archive