Zeit abzurechnen. Welche meiner Prognosen und Negativ-Prognosen für 2013 eingetroffen sind

Autor Return Path 

Als ich vor etwa einem Jahr meine Prognosen und Negativ-Prognosen für das noch junge Jahr 2013 veröffentlichte – hier geht’s zum Blog Artikel – war ich mir bewusst, dass zumindest eine der getätigten Voraussagen ziemlich riskant war. E-Mail ist ein extrem dynamisches Feld geworden und die Technologieentwicklung rund um das Thema E-Mail hat deutlich an Geschwindigkeit zugelegt, so dass in einem Jahr eine ganze Menge passieren kann. Und so kam es dann auch, dass ich – zumindest fast – daneben lag. Doch insgesamt bin ich mit meiner Trefferquote ganz zufrieden. Hier ist meine Abrechnung mit meinen Prognosen/Negativ-Prognosen für 2013:

Prognose: E-Marketing und Security werden beim Kampf gegen Phishing gemeinsame Sache machen

Abrechnung: Hier lag ich zwar grundsätzlich richtig, doch liegt bei diesem Thema auch noch sehr viel Arbeit vor uns. Leider müssen einige Unternehmen diese Lektion auf die harte Art und Weise lernen, doch immer mehr E-Marketing- und Security-Teams arbeiten bereits heute eng verzahnt zusammen, um die Auswirkungen von Schadmails einzudämmen. Auch nutzen immer mehr Einzelhändler den DMARC-Standard und die Verwendung von E-Mail-Authentifizierungsprotokollen nimmt stetig zu – so dass immer mehr Unternehmen den Kampf gegen Phishing-Angriffe auf Augenhöhe aufnehmen können. Und es gibt konkrete Fortschritte zu vermelden. So nahm die Anzahl der Phishing-Attacken 2013 ab – leider jedoch lernten auch die Phisher dazu und gezielte „Spear-Phishing“-Angriffe nahmen im Jahresverlauf zu und verursachten steigende Kosten. Noch liegt also ein langer Weg vor der Marketing-Security-Allianz, um ihre Kunden und ihren Brand auch 2014 effektiv vor den dreisten Angriffen der Cyberkriminellen zu schützen.

Negativ-Prognose: Die Mehrzahl der E-Mails wird nicht auf mobilen Endgeräten gelesen

Abrechnung: Letztlich war es unglaublich eng und die 50 Prozent Marke wurde an einigen Tagen 2013 teils deutlich überschritten; insgesamt aber lag im Jahresverlauf der Anteil der mobilen E-Mail-Öffnungen unter 50 Prozent. Diese Negativ-Prognose aus dem vergangenen Jahr wird aber kein weiteres Jahr Bestand haben – vielleicht erleben wir den Scheitelpunkt aber auch schon in einem Monat. So haben wir festgestellt, dass während der Weihnachtsfeiertage über 60 Prozent aller E-Mail auf mobilen Endgeräten gelesen wurden. Dieser Prozentsatz ging nach den Feiertagen zwar wieder deutlich zu Gunsten der E-Mail-Nutzung am Desktop zurück, doch gleichermaßen befindet sich die Webmail-Nutzung quasi im freien Fall. Wo früher zu Hause ein PC oder Laptop zum Abrufen von E-Mails verwendet wurde, werden heute Smartphones und Tablets eingesetzt – beide zählen zur Kategorie „mobile“. Doch obwohl Tablets als „mobil“ eingestuft werden, verlassen nur wenige dieser Endgeräte jemals ihren angestammten Platz im Wohn- oder Schlafzimmer. Um also das Benutzerverhalten Ihrer Abonnenten richtig zu deuten ist es hier besonders wichtig, nicht nur den Prozentsatz mobiler Öffnungen zu kennen, sondern detailliert zu wissen, welche Endgeräte zum Einsatz kommen.

Negativ-Prognose: „Mobile”-optimierte E-Mail wird nicht zum breiten Trend

Abrechnung: Auch hier lag ich richtig – vielleicht schon fast „richtiger“ als mir selbst lieb ist. Zwar gibt es schon echte Pioniere im Bereich „Mobile First“ E-Mail Marketing, doch die breite Masse der E-Marketer hat 2013 erst begonnen, ihre E-Mails für mobile Umgebungen zu optimieren, um so die Erfahrung für den Kunden – egal welches Endgerät dieser nutzt – zu verbessern. Da wir den Wendepunkt von 50 Prozent mobiler E-Mail Nutzung nun fast erreicht haben, werden Techniken wie Responsive E-Mail-Design allgegenwärtig werden, insbesondere da ein und derselbe Adressat heute seine E-Mails bereits auf unterschiedlichsten Endgeräten mit den verschiedensten Bildschirmgrößen öffnet.

Prognose: Adressaten werden ihren Posteingang kontrollieren

Abrechnung: Dieser Punkt war einfach, denn Dank unseres Tochterunternehmens OtherInbox haben wir quasi einen „Inbox Insider” mit am Tisch. So hat OtherInbox erst kürzlich den ersten App Store für E-Mail ins Leben gerufen, um Konsumenten noch mehr Möglichkeiten zu geben, ihren Posteingang ganz individuell verwalten und gestalten zu können. Fast täglich kommen neue Apps dazu, denn immer mehr Entwickler ersinnen innovative Lösungen, um die E-Mail Erfahrung zu verbessern. Doch auch große Mailbox Provider blieben 2013 nicht untätig. So führte Gmail Mitte des Jahres die berühmt-berüchtigen Tabs ein, um Werbemails und E-Mails sozialer Netzwerke von der direkten 1:1-Kommunikation im Posteingang zu trennen. Aber Dank unserer E-Mail-Intelligence-Lösungen konnten wir der breiten Masse an E-Marketern vermelden, dass ihre Kunden trotz Tabs ihre Marketing-Mails auch im Werbeordner fanden und lasen – die Ergebnisse unserer Studie zum Thema Gmail Tabs finden Sie hier: http://landing.returnpath.de/gmail_tabs_report

Was ich besonders spannend finde ist, dass nach einigen Jahren relativer Konstanz rund um das Thema E-Mail – mancher hatte die E-Mail während dieser Phase schon für tot erklärt – nun wieder mehr Innovationen stattfinden und etablierte Unternehmen ebenso wie Start-ups angetreten sind, die E-Mail Erfahrung für Konsumenten besser und sicherer zu machen. Für 2014 erwarte ich, dass einige dieser Innovationen über den Bereich E-Mail hinaus von sich Reden machen und andere Marketing-Kanäle beeinflussen werden. Mehr Details werden Sie in wenigen Tagen hier an dieser Stelle in meinen Prognosen für 2014 nachlesen können.

Author Image

About Return Path

Author Archive